Bacardi
Latein:

Lec 54
Die Schule besuchen- sinnvoll oder nicht?

E
a)Unser Felix war nicht begierig danach, einen Lehrer zu sehen.
b)Unser Felix war nicht begierig danach, einen Lehrer zu sehen.
2)Deshalb machte er mit unserem Omnibus eine Reise in eine antike Stadt, um Rom zu besichtigen.
3)Auf dem Marktplatz aber stieß er auf einige gelehrte Männer, die über die Erziehung von Kindern diskutierten.
4)Sie rühmten die Klugheit jenen Quintilians, der in seinem Buch verlangte, die Kinder zur Erziehung in die Schule zu schicken(eigentlich Passiv - im Falle der Übersetzung eines dass- Satzes).

L
ARISTIDES PAEDAGOGUS: Ich meine dasselbe, was Quintilian in seinem Buch dargelegt hat:
Menschen merken sich am meisten im Kindesalter. Deshalb müssen Kinder in die Schule geschickt werden,
wenn sie ernsthaft anfangen zu lernen; sie sollen zu einem von diesen Lehrern gehen, die sich auf dem
Marktplatz Mühe geben, Jungen zu erziehen.
DER SENATOR MARCUS CLAUDIUS: Ich allerdings stimme diesem Standpunkt nicht bei und will, dass Kinder zu
Hause unterrichtet werden. Denn ein Lehrer kann sich nicht genug um jeden Einzelnen kümmern, wenn er
mehrere Schüler unterrichtet. Außerdem fürchte ich, dass die Sitten der Jungen verdorben werden,
dadurch, dass sie Fehler übernehmen. Es ist überliefert, dass auch unsere Vorfahren ihre Kinder zu Hause
unterrichtet haben.
DER REDNER QUINTUS CURTIUS: Aber wir wissen, dass auch die Sitten zu
Hause verdorben werden, wenn die Eltern nicht für gute Sitte sorgen. Manchmal schadet sogar jener Haus-
Lehrer den Kindern, weil er schlechte Beispiele gibt; die Schandtaten schlechter Sklaven nützen den Kindern nicht.
DER LEHRER ARISTIDES: Ich werde kurz darlegen, warum Quintilian will, dass Kinder zur Erziehung in die
Schule geschickt werden: Jungen sollen in die Schule kommen, nicht nur um ihr Wissen zu vermehren,
sondern auch um den Gemeinschaftssinn zu erlernen und feste Freundschaften zu knüpfen! Füge hinzu, dass
der Wetteifer die Gemüter der Schüler entflammt. Weil ein Junge es nur schwer erträgt, von einem anderen
übertroffen zu werden, wird er auch die Bemühung des Lernens vergrößern, um diese Schande zu vermeiden.



Lec 55
So sollten Lehrer sein

E
1)Wir staunen, dass die Eltern auch in Rom den Lehrern überlieferten, die Kinder zu erziehen.
2)Felix sagt:"Man muss vieles sicherlich loben, das die Römer uns überliefert haben; die Schule aber durfte man nicht beschützen!"
3)Die Römer antworten:"Trotzdem müssen wir auch das Buch des Quintilianus lesen; denn alle Menschen müssen sich es im Leben studieren, damit Kinder gut erzogen werden."

L
Ein Lehrer, der geschickt im Lehren ist, soll zuerst die Begabungen derer erklären, die er zur Erziehung
aufgenommen hat! Er soll sorgfältig bei sich überlegen, wie das Gemüt jeden einzelnen zu behandeln ist:
die einen müssen immer ermahnt werden, die anderen können Befehle schwer ertragen; die Angst vor dem
Lehrer hält die einen zusammen, die anderen zerbricht es.(frei:...die anderen erschüttert es.)
Es ist aber zu wünschen, dass der Lob einen Jungen aufweckt und der Ruhm erfreut.
Der Lehrer selbst soll weder das, das man verbessern musste, übersehen, noch soll er böswillig sein,
wenn er die Worte der Schüler kritisiert! Er soll die Äußerungen der Schüler weder unterdrücken, noch
zurückweisen! Er soll den fragenden Kindern gerne antworten, nicht die Fragenden von selbst aufrufen!
Diese Lehrer müssen auch zusehen, dass an dem selben Tag verschieden Sachen von den Jungen aufgenommen
werden können; denn die Abwechslung selbst belebt die Gemüter neu.
Die Eltern müssen gewiss große Sorgfalt anwenden, damit die Jungen geeigneten Lehrern übergeben werden,
um unterrichtet zu werden; denn die Lehrer müssen nicht nur das Wissen der Jungen vermehren, sondern
auch die Sitten pflegen.
Die Schüler müssen allerdings ermahnt werden, damit sie die Lehrer lieben und sich wünschen, ihnen
ähnlich zu sein. Außerdem sollen sie verstehen, dass sie die Aussprüche des Unterrichts beobachten
müssen! Das Gedächtnis müssen immer die trainieren, die nicht geschwächt werden.


Lec 56
Neueste Nachrichten von den alten Germanen

E
1)Viele Römer glaubten, dass die Germanen mutiger gewesen seien als die Gallier.
2)Glaubt ihr, dass die Germanen in der Tat mutiger gewesen sind als die Gallier?
3)Die Sueben sind die mutigsten aller Germanen gewesen.
4)Dessen Stamm ist sehr groß gewesen; er hatte eine größere Anzahl an Soldaten als die übrigen Stämme.
5)Nichts war für die Germanen ehrenhafter als die Freiheit zu verteidigen.

L
Schon in alten Zeiten haben ziemlich viele Geschichtsschreiber die Taten der Römer überliefert. Keiner aber war berühmter als Gaius Julius Caesar und Publius Cornelius Tacitus. Bei ihnen lesen wir, dass die meisten Germanen die gleiche Lebensweise hatten wie die Römer, aber in vielen Dingen unterschieden sie sich auch von ihnen: Der größere Teil ihrer Nahrung bestand aus Landobst, Milch, Fleisch; sie züchteten verschiedene Vieh-Arten, die kleiner waren als die römischen. Die Männer waren oft auf der Jagd. Aus diesem Grund wurden die Kräfte so gefördert, dass die Germanen stärkere und größere Körper haben als die Menschen von anderen Völkern. Vor allem diejenigen Römer, die weder Unter- noch Obergermanien gekannt hatten, wurden von größter Furcht vor den Germanen ergriffen; denn die Gallier, die oft mit diesen zusammentrafen, priesen diese Menschen als äußerst tapfer und in Kriegen als sehr siegeswillig. Ein römischer Kaufmann, der mehr und längere Reisen als andere in die inneren Gebiete Germaniens gemacht hatte, erzählte Cornelius Tacitus, dass die Germanen blondes oder rötliches Haar und blaue Augen haben. Ja, er versicherte sogar, dass sehr viele Mädchen schöner als die römischen seien!
Gratis bloggen bei
myblog.de